Vergessen Sie den Morgen. Die Wissenschaft bestätigt: Abendliches Training baut mehr Kraft und Muskeln auf.
Gehörst du zu den „Nachtschwärmern“, sodass du dich jeden Morgen aus dem Bett quälst und dich im Fitnessstudio eher wie ein Statist aus einem Film über lebende Tote fühlst? Wenn dir das frühe Aufstehen nicht liegt und dein Körper erst gegen Mittag richtig wach wird, haben wir gute Nachrichten für dich. Dein Gefühl täuscht dich nicht, und die Wissenschaft ist in diesem Fall eindeutig auf deiner Seite.
Es gibt einen weit verbreiteten Mythos, dass die erfolgreichsten und fleißigsten Menschen um vier Uhr morgens aufstehen, rohe Eier trinken und schon vor Sonnenaufgang ihr Training absolviert haben. Das morgendliche Training ist zweifellos ein großartiges Mittel, um Disziplin aufzubauen und den Tag zu beginnen. Wenn Ihr Ziel jedoch nicht nur darin besteht, „es abzuhaken”, sondern maximale Kraftleistungen zu erbringen und Ihre Grenzen zu überwinden, zeigen Statistiken und Studien ein anderes Bild. Die wahren Arbeitstiere werden oft erst bei Sonnenuntergang richtig munter.

Der Körper als aufgewärmter Motor
Warum bist du abends eine Kraftmaschine? Die Antwort findest du in der Biologie. Nach einem ganzen Tag befindet sich dein Körper in einem völlig anderen Zustand als unmittelbar nach dem Aufwachen. Stell dir deine Muskeln und Sehnen wie einen Automotor vor. Morgens ist das Öl zäh und der Motor kalt. Abends ist alles geschmiert und bereit für den Rennstart.
Fachstudien zufolge erzielen Menschen, die am späten Nachmittag oder Abend trainieren, aufgrund der folgenden Faktoren nachweislich bessere körperliche Leistungen:
- Ideale Muskeltemperatur: Während der Körper morgens noch steif ist, bist du abends durch die Bewegung und Nahrungsaufnahme des Tages natürlich aufgewärmt. Eine höhere Kern- und Muskeltemperatur bedeutet bessere Elastizität, effektivere Muskelkontraktion und ein deutlich geringeres Verletzungsrisiko.
- Reaktionszeit auf dem Maximum: Deine Reflexe und deine Fähigkeit, schnell zu reagieren, erreichen in den späteren Stunden ihren Höhepunkt. Dies ist besonders bei dynamischen Übungen oder beim Training mit maximalen Gewichten entscheidend, wo Millisekunden entscheidend sind.
- Das zentrale Nervensystem (ZNS) läuft auf Hochtouren: Die Fähigkeit des Gehirns, ein Signal an den Muskel zu senden („Heb das hoch!“), ist am Abend viel schneller. Die Verbindung zwischen Kopf und Muskel und die Rekrutierung von Muskelfasern ist effizienter, was in der Praxis bedeutet, dass du einfach mehr heben kannst.
Psychologischer Vorteil: Therapie mit Eisen
Neben der Physiologie spielt auch die Psyche eine große Rolle. Morgens bist du vielleicht gestresst wegen dem, was dich an diesem Tag bei der Arbeit oder in der Schule erwartet. Abends ist die Situation anders. Das Training wird zu einem Ventil. Du kannst den ganzen Stress, die Frustration und die angesammelte Energie des Tages in die Hantel stecken.
All diese Faktoren zusammen sorgen für die perfekte Grundlage für maximale Kraft und ein brutales Pumpen. Wenn du erst nach der Arbeit trainieren gehst, musst du kein schlechtes Gewissen haben, weil du kein Mitglied des „Morgenclubs” bist. Im Gegenteil. Gerade abends nutzt du dein biologisches Potenzial zu 100 %.
Während die Frühaufsteher oft schon vor Erschöpfung umfallen, kommst du mit voller Kraft ins Fitnessstudio, um die Gewichte zu zerstören. Sei stolz darauf. Lass dir nicht einreden, dass das Training nach der Arbeit minderwertig ist. Es ist die Zeit, in der die besten Leistungen erzielt werden
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